Nachdem ich in den letzten beiden Artikeln über die Funktionsweise von Herausforderungen eingegangen bin, soll an dieser Stelle noch eine Sonderform erwähnt werden: der Kampf zwischen zwei oder mehr Kontrahenten. Anders als in den meisten Rollenspielen wird der Kampf in Monkey Island – The RPG eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Das ergibt sich aus mehreren Punkten der Spielphilosophie:

  • Das Spiel soll einen erzählenden und erlebenden Charakter haben, das Fortkommen im Plot an Rätsel und die Kreativität der Spieler geknüpft sein, nicht so sehr an strategisches Spiel
  • Charaktere können nicht ohne weiteres sterben. Das macht Kämpfe recht unprickelnd, da für die Spieler selber nicht viel auf dem Spiel steht.
  • Es wirkt etwas befremdlich, wenn die Spielercharaktere sich durch Horden von Gegnern schnetzeln, aber dank des Regelsystems selber nie Verluste einstecken.

Daher werden Kampfsequenzen in Abenteuern eher spärlich vorkommen und wenn, dann werden sie wie im letzten Beitrag beschrieben als Wettstreit abgewickelt. Der einzige Unterschied ist: Wer aus einem Kampf-Wettstreit ausscheidet erleidet eine Stufe Schaden in seinem Fitness-Wert. Wer sich also nicht bereits übel verwundet in einen Kampf wirft, kommt unter normalen Umständen immer mit dem Leben davon. Wie Sieg oder Niederlage entsprechend den Plot weitertreiben liegt im Ermessen des Spielleiters.

Das bedeutet auch, dass Gegner in der Regel ebenfalls am Leben bleiben, sodass der Weg der Charaktere nicht mit Leichen gepflastert ist. Beim Kampf gegen Ungeheuer und Tiere kann davon natürlich abgewichen werden, zum Beispiel indem man ihnen nur die Fitnessstufen “fit” und “tot” zugesteht.

Im nächsten Beitrag gebe ich einen Überblick über den aktuellen Stand und die Planung und versuchte ein bisschen Struktur in das Projekt zu bringen.

Der Kampf

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